Archiv für die Kategorie ‘Medienwelt’
Wikipedia-Gründer Wales: „Die nächste Milliarde dockt an“
Der Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales prophezeit in einem Interview mit der „Zeit“ radikale Umbrüche in Internet, Kommunikation und Gesellschaft für die nächsten 5 bis 10 Jahre.
„In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird die nächste Milliarde ans Internet andocken: Menschen aus Indien, China, Südamerika und Afrika. Immer mehr werden weltweit ihre Stimme erheben. Die Preise für Kommunikation werden weiter sinken, viele werden öfter ein Handy in der Hand halten als eine warme Mahlzeit“, so Wales.
(via heise.de)
Vilimsky und der „Taser“
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hat sich unter Beisein des „Kurier“ einem Selbstversuch mit einer Elektroschockpistole unterzogen, um deren „Ungefährlichkeit“ und somit Einsetzbarkeit im Justizvollzug zu beweisen.
Von den realen Bedingungen eines Einsatzes einer solchen Waffe unterschied den Versuch in der FPÖ-Parteizentrale lediglich die kontrollierte Verwendung, die weiche Matte als Schutz vor dem Aufprall sowie die 2 Justizwachebeamte – übrigens nicht authorisiert – die Vilimsky festhielten. Sehr aussagekräftig also.
(via kurier.at)
(Florian Klenk hat auf seinem Blog einige Videos von tatsächlichen Einsätzen des „Tasers“ gepostet, die um einiges weniger ungefährlicher wirken als der FPÖ-Selbstversuch)
Sido nicht böse genug für Pro 7 Popstars?
Sido scheint nicht ganz das zu erfüllen, was sich Pro 7 von seiner Juryteilnahme bei der Casting-Show „Popstars“ erwartet – im Gegenteil, er gewährt lieber Einblicke in die Inszenierung der Show. So schreibt Peer Schrader im FAZ Fernsehblog: „Statt krasser Skandale gab’s höfliche Komplimente für die Kandidatinnen, und während Tanz-Coach Detlef „D!“ Soost alles unternahm, um in gewohnter Intensität Teenager fertig zu machen, die nicht die ganze Nacht seine „Moves“ geübt hatten, saß Sido da und blieb: fair.“
(via FAZ Fernsehblog)
Wirtschaftskrise: Die Web 2.0 Blase
Nachdem zur Jahrtausendwende die große „Dot-Com-Blase“ platzte, steht nun die Befürchtung einer Wiederholung des Szenarios durch Überladung des Webs mit „Web 2.0 Angeboten“ im Raum, wie die Online-Ausgabe der deutschen „Wirtschaftswoche“ berichtet. Immer mehr Unternehmen versuchen den Einstieg in Soziale Netzwerke, Blogs und dergleichen – doch die wirtschaftlichen Zeiten werden auch im Netz härter. Vorallem die „Copycats“, also Nachahmer (die Größeren wie etwa „StudiVZ“ wohl ausgenommen) zittern jetzt um’s Überleben.
(via Freshzweinull)
Twitter zur Krisenkommunikation?

Bild: Twitter.com
Wie Christian Stöcker bereits vor einigen Tagen bei Spiegel Online zusammenfasste, wurden während der Terroranschläge in Mumbai (Bombay) Ende letzter Woche in erhöhtem Maße die „neuen“ Kanäle des Internets genutzt, um die Rundfunkmedien auf dem Informationshighway zu überholen. Der oben verlinkte Wikipedia-Eintrag selbst wurde während der Anschläge erstellt und ständig aktualisiert, nach wenigen Stunden hatte er bereits über 100 Fußnoten. Auf Google Maps war eine Karte von Mumbai mit den Angriffszielen der Terroristen zu finden, auf dem Fotodienst Flickr waren nahezu in Echtzeit Fotos von den Orten des Geschehens veröffentlicht und über Twitter wurde bereits laufend aktuelle Informationen durchgegeben, während die großen Fernsehstationen noch nicht einmal wussten, dass überhaupt etwas passiert war.
In Folge dieses Einsatzes, der bei weitem nicht nur die Vorzüge der „Neuen Medien“ in der Krisenkommunikation bewies, sondern auch die negativen Aspekte anschaulich machte, entbrannte eine breite Diskussion über die Tauglichkeit und den Einsatz von Twitter und ähnlichen Diensten in Krisensituationen. (Lesenswert auch der Blog-Eintrag von Tim Malbon auf Made By Many)
Zusammenarbeit mit CNN?
Dass die Partizipation von Bürgerreportern in der Berichterstattung das Potential hat, eine solche Situation nur noch unübersichtlicher zu machen, ist evident. Dass die Berichte der Tweeter und Blogger zwar schnell, aber meist ungefiltert und oft auch persönlich gefärbt sind, ist ebensowenig ein Geheimnis. In der Szene wird bereits darüber nachgedacht, wie man eine größere Verlässlichkeit der Bürgerberichte in Ausnahmesituationen erreichen könnte. So überlegt etwa Tim Malbon, eine Twitter-Community in Zusammenarbeit mit CNN zu schaffen.
Am Freitag hat auch CNN selbst dem Kriseneinsatz des Social Networking einen Artikel gewidmet, in dem dieser durchaus in seinen Grundzügen durchauskritisch betrachtet wird: „A quick trawl through the enormous numbers of tweets showed that most were sourced from mainstream media. Someone tweets a news headline, their friends see it and retweet, prompting an endless circle of recycled information“ (CNN.com)
(via Techcrunch)
Social Networking Engagement am Welt-AIDS-Tag
Die unter Jugendlichen extrem populären Online-Netzwerke der StudiVZ-Gruppe (Studi-, Schüler- und Mein-VZ), sowie Myspace engagierten sich am heutigen Welt-AIDS-Tag zusammen mit AIDS-Hilfe-Organisationen zur Aufklärung und Sensibilisierung 2.0 der Heranwachsenden. (via Readers Edition)
FAZ setzt auf Blogs
Der deutsche Medienjournalist Stefan Niggemeier bloggt jetzt für die FAZ. Seine äußerst lesenswerten Ergüsse zu den Begebenheiten in der Medienwelt verfolge ich seit geraumer Zeit über sein eigenes Blog, heute wurde ich via Freshzweinull darauf aufmerksam, dass er nun zusammen mit Peer Schader gemeinsam für die FAZ eines von 10 neuen Blogs zum Thema Kultur führt.
Man darf gespannt sein, wie die Leserschaft darauf reagiert und ob neue Schichten angesprochen werden können. Jürgen Vielmeier von Freshzweinull liegt sicher nicht weit daneben, wenn er fragt, wer denn das alles überhaupt lesen soll.
So..
Ich habe beschlossen, mir jetzt auch mal ein eigenes Blog zuzulegen, um meine Gedanken zu teilen und lesens-, sehens- und hörenswertes aus dem WWW zusammenzutragen. Die Seite befindet sich dementsprechend noch in der Anfangsphase, Verfeinerungen und Updates werden laufend vorgenommen.
